Individuelle Tee-Mischungen der Wappen-Apotheke
Zubereitung von individuellen Teemischungen in unserer Wappen-Apotheke! Fragen Sie uns.
Grüner und schwarzer Tee
Grüner und schwarzer Tee
Schwarzer Tee und Grüner Tee werden von der gleichen Pflanze gewonnen. Der Teestrauch ist von 30° südl. bis 43° nördl. Breite bei gleichmäßig verteilten Niederschlägen kultivierbar. Die wichtigsten Anbauländer sind Indien, Sri Lanka, China, Japan und Länder der ehemaligen Sowjetunion. Die Teeblätter werden unter Einhaltung gewisser Ruhezeiten das ganze jahr hindurch ca. alle 7-10 Tage gepflückt. Da der Gehalt an Coffein in den jüngeren Bättern höher ist als in den älteren, liefern Triebspitzen mit den oberen 2-3 Blättern (Feinpflücke) hochwertigeren Tee als untere Blätter (Grobpflücke).
Zur Herstellung von Grünem Tee werden die Blätter nach der Ernte stark erhitzt, wobei die in den Zellen enthalten Enzyme inaktiviert werden. Anschließend werden die Blätter gerollt und getrocknet.
Für maschinelle Herstellung von Schwarztee läßt man die Blätter in Warmluft anwelken und zerquetscht sie. Dabei werden die Enzyme (Fermente) nicht zerstört. Man beläßt die Teeblätter bei 25°-90°C einige Stunden bei hoher Luffeuchtigkeit in Fermentierungsstraßen. Anschließendes Trocknen in Heißluföfen beendet die Fermentation. Durch den Fermentierungsprozeß verfärbt sich der Tee und die Aromastoffe werden gebildet. Der sog. Oolong-Tee ist ein halbfermentiertes Produkt.
Kräuter-Tees oder Arzneitees werden durch Trocken von Frischplanzen oder Pflanzenteile gewonnen. Verwendet werden je nach Pflanze Blätter, Blüten, Früchte, Samen, Rinde, Wurzel, Wurzelstock oder das Kraut (alle oberirdischen Teile). Dabei werden wild wachsende Pflanzen und auch kultivierte Pflanzen verwendet. Manche Tees müssen auch heute noch manuell geerntet werden (z.B. Lindenblüten, viele Rinden), im Feldanbau prouzierte Samen, Früchte, Blätter können auch maschinell geerntet werden.
Übrigens: Im pharmazeutischen Sprachgebrauch verwendet man für "Tee" auch den Begriff "Droge". Das hat nicht das Geringste mit Suchtmitteln zu tun. Das Wort "Droge" leitet sich nämlich vom gleichen Wort ab wie das Wort "trocken", es sind also getrocknete Pflanzen gemeint.
Lapacho - Immunstimulierende Rindendroge
Südamerikanische Rindendroge mit immunstimulierendem Effekt
Aus der Volksmedizin Südamerikas gibt es Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit von Lapacho bei Infektionskrankheiten und Krebsleiden. Diese könnte darauf beruhen, daß bestimmte chinoide Inhaltsstoffe der Rindendroge in Konzentrationen eines üblichen Teeaufgusses das Immunsystem aktivieren. Damit ließe sich Lapacho in die antitumoralen Drogen mit immunsteigernder Wirkung einreihen.
Unter ,,Lapacho" versteht man die getrockneten, rotbraunen Rindenstückchen einer in Südamerika heimischen Baumart. In der traditionellen Volksmedizin Südamerikas hat die Lapachorinde große Bedeutung und nimmt, ähnlich wie Ginseng in Asien, den Rang eines Allheilmittels ein. Seit einigen Jahren erobert diese Teedroge auch den europäischen Markt und wird in deutschen Apotheken inzwischen häufig verlangt. Hier wird Lapacho-Tee als allgemeines Stärkungsmittel und zur Unterstützung bei fieberhaften Erkältungskrankheiten eingesetzt.
Bei der chemischen Untersuchung der Lapachorinde konnte eine große Gruppe von Naphthochinonen isoliert werden. Anthrachinone kommen in der Rinde nicht vor. Die chinoiden Hauptverbindungen (Lapachol, Lapachon) zeigten bei Tumormodellen in vitro und in vivo zwar zvtotoxische Wirkungen, jedoch wird mit Teezubereitungen die dafür erforderliche Konzentration bei weitem nicht erreicht. Da Anwendungsbeobachtungen aber einen antiinfektiösen und antitumoralen Effekt des Infuses vermuten lassen, muß diesen ein anderer Wirkungsmechanismus zugrundeliegen.
Im sehr niedrigen (Picogramm-) Bereich treten immunsteigernde Wirkungen auf, während im Nanogramm Bereich die Wirkung in eine Tumorsuppression umschlägt.
Daraus läßt sich ableiten, daß die antitumorale Wirksamkeit der Lapacho-Droge in der volksmedizinischen Anwendung als Tee auf einem immuninduzierten antitumoralen Effekt beruhen könnte. Damit besäße die Pflanze ein ähnliches Wirkprofil wie die Mistel, die in der Tumorprävention heute als immunsteigernde Droge etabliert ist.
Bei bestimmungsgemäßem innerlichem Gebrauch von Lapacho-Tee sind bisher keine Gegenanzeigen bekannt.














