Stufe 1: leichtes Asthma
Symptome häufiger als dreimal pro Woche. Peak Flow 60-80% des Sollwertes
Therapie: Inhalative Glukokortikoide 200 bis 1000 ug/Tag
Alternativ:Cromoglicinsäure oder Nedocromil und Inhalation kurz wirksamer Beta-2-Mimetika bei Bedarf
Stufe 2: mittelschweres Asthma
Symptome mehrfach täglich und häufiger auch nachts. Peak Flow morgens unter 60% des Sollwertes
Therapie:Inhalative Glukokortikoide 200 bis 2000 ug/Tag plus eine oder mehrere dieser Substanzen: Inhalative langwirksame Beta-2-Mimetika. Orales, retardiertes Theophyllin. Orale, retardierte Beta-2-Mimetika und Inhalation kurzwirksamer Beta-2-Mimetika bei Bedarf
Stufe 3: schweres Asthma
Ständige Symptome von erheblicher Intensität. Peak Flow morgens unter 50% des Sollwertes. Körperliche Aktivität deutlich eingeschränkt. Ausgeprägte tageszeitliche Schwankungen
Therapie: orales Glukokortikoid (als Kortisonstoß oder über längere Zeit) und inhalative Glukokortikoide 200 bis 2000 ug/Tag plus eine oder mehrere dieser Substanzen:
- Orales, retardiertes Theophyllin
- Inhalative langwirksame Beta-2-Mimetika
- Orale retardierte Beta-2-Mimetika und Inhalation kurzwirksamer Beta-2-Mimetika bei Bedarf.
Die Behandlung soll auf der Stufe einsetzen, die dem augenblicklichen Asthma-Schweregrad entspricht.
Wenn die Beschwerden auf einer Stufe nicht zu beherrschen sind, ist der Übergang auf die nächst höhere Stufe angezeigt. Besteht dagegen eine stabile Atemsituation über längere Zeit, wird die Medikation unter Beachtung der Symptome und der Peak-Flow-Werte schrittweise reduziert. Angestrebt wird ein Minimalbedarf. Bei selten auftretenden Symptomen ist zusätzlich eine Behandlung nach Bedarf mit kurzwirksamen Beta-2-Mimetika indiziert.













