Therapie für alle Asthma-Schweregrade
Asthma ist eine chronische Erkrankung und kann nicht geheilt werden. Die Beschwerden können aber durch konsequente Behandlung so weit nachlassen, dass heute für viele ein nahezu unbeschwertes Leben möglich ist.
Voraussetzungen für einen guten Krankheitsverlauf:
- eine gezielte und frühzeitige Behandlung
- Vermeidung von Auslösern und
- regelmäßige medizinische Kontrolle.
Bei allen Asthmapatienten ist generell eine dauerhafte Therapie notwendig, es sei denn, es handelt sich um eine jahreszeitlich beschränkte Allergenexposition.
Basistherapie des Asthmas ist die regelmäßige Inhalation einer antiinflammatorischen Substanz (Cortison!) zur Unterdrückung der chronischen Atemwegsentzündung. Je kürzer die Symptomdauer vor Beginn einer Therapie mit inhalativen Steroiden ist, desto stärker lassen sich die Peak-flow-Werte der Patienten verbessern. Das zweite Standbein der Asthmatherapie sind Medikamente zur Bronchialerweiterung, die sogenannten Beta-2-Mimetika.
Früher wurden sie, aufgrund ihres schnellen Wirkungseintritts und ihrer kurzen Wirkdauer, vor allem im akuten Anfall oder zur Anfallsprophylaxe bei körperlicher Belastung eingesetzt. Mit Einführung der langwirkenden Beta-2-Mimetika werden sie jetzt auch zur Dauertherapie empfohlen, in Kombination mit inhalativen Steroiden. Dadurch lässt sich langfristig die Lungenfunktion verbessern und die Häufigkeit von Exazerbationen reduzieren. Nächtliche Atemnot tritt bei dieser Therapie wesentlich seltener auf und der Verbrauch an kurzwirksamen Betamimetika wird deutlich gesenkt.
Anfälle verhindern statt behandeln
Wie die Therapie im Einzelfall aussieht, hängt von der individuellen Situation des Patienten ab. Eine Orientierung bietet das Stufenschema der Atemwegsliga.
Wichtigste Behandlungsziele sind:
- normale oder bestmögliche Lungenfunktion herbeiführen, auch nach körperlicher Belastung
- Asthma-Anfälle verhindern
- Schweregrad von Asthma-Anfällen vermindern
- Krankenhausaufenthalte reduzieren
- Lebensqualität verbessern
- unbeeinträchtigte körperliche und geistige Entwicklung gewährleisten
- Fehlzeiten in Schule und Beruf vermindern
- Angst vor Anfällen durch Selbsthilfemaßnahmen eindämmen.
Diese Ziele können nur dann erreicht werden, wenn Patient und Familie in den Behandlungsplan einbezogen werden und es auch gelingt, Krankheitsverständnis und Kompetenz für Selbsthilfemaßnahmen zu vermitteln. Für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen von Bedeutung sind physiotherapeutische Maßnahmen wie Atemwegsgymnastik oder eine psychische Betreuung als Hilfe zur Krankheitsbewältigung













