pH-Test warnt vor Frühgeburten
Schwangere können durch ein einfaches Vorsorgeprogramm das Risiko einer Frühgeburt verringern.
In Deutschland liegt die Frühgeburtenrate seit Jahren bei sechs Prozent. Häufigste Ursache sind bakterielle Infektionen, die bei rechtzeitiger Diagnose mit Lactobacillus-Präparaten oder antibiotisch wirkenden Cremes behandelt werden könnten.
In der Regel schützt der natürliche Säuregehalt der Vaginalflüssigkeit vor Infektionen. Ist das Milieu jedoch gestört, können sich Keime ansiedeln. Erstes Anzeichen dafür ist das Ansteigen des vaginalen pH-Werts. Schwangere können ab sofort den pH-Wert mit einem speziell dafür von der Firma Selfcare entwickelten Untersuchungshandschuh selbst kontrollieren. Der Handschuh ist mit einem Indikator ausgestattet.
Bei den Schwangeren, die den pH-Wert regelmäßig überprüfen, ist die Rate der Frühgeburten deutlich niedriger.
Kinder, die vor der 32sten Schwangerschaftswoche geboren werden, sind oft lange Zeit oder gar lebenslänglich beeinträchtigt. Infektionen sind dabei nicht nur auslösender Faktor für die Frühgeburten, sondern könnten auch die Ursache schwerer neurologischer Störungen beim Neugeborenen sein. Im Rahmen der immunologischen Abwehr kann es nach einer Infektion zur Bildung von Cytokinen kommen, die weitere Abwehrmechanismen im Organismus in Gang setzen. Beim Neugeborenen können diese Botenstoffe des Immunsystems jedoch Hirnblutungen, spastische Lähmungen und Krampfanfälle hervorrufen.
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