Schnupfentherapie bei Babys und Kleinkindern
Säuglinge atmen normalerweise nur durch die Nase. Erst allmählich entwickelt sich die Fähigkeit, auch durch den Mund zu atmen. Wenn es durch einen Schnupfen zu einem geringfügigen Anschwellen der Nasenschleimhäute kommt, wird aufgrund der anatomischen Besonderheiten bei Säuglingen und Kleinkindern die Nasenatmung erheblich behindert. Die Folge können eine unregelmäßige Atmung und eine erhebliche Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes sein. Eine erschwerte Nasenatmung und die ungenügende Umstellung auf die Mundatmung werden auch als eine mögliche Ursache für den plötzlichen Kindstod diskutiert.
Bei Babys und Kleinkindern ist deshalb bei einem Schnupfen die zeitlich begrenzte Gabe abschwellender Nasentropfen sinnvoll.
Oxymetazolin hat eine Wirkdauer von 6 bis 8 Stunden. Als Dosierung hat sich in klinischen Studien eine O,O1%ige Lösung für Babys bzw. eine O,025%ige Lösung für Kleinkinder als gut verträglich erwiesen. Um eine Allergisierung zu vermeiden und die Schleimhäute zu schonen sollten die angewendeten Produkte keine Konservierungsstoffe enthalten. Für Säuglinge ist seit kurzem ein Spezialtropfer (Nasivin® sanft für Babys) im Handel, der Dosiergenauigkeit und Anwendungssicherheit gewährleistet. Für Kleinkinder wird ein Dosierspray ohne Konservierungsstoffe angeboten (Nasivin® sanft für Kleinkinder), das in jeder Position, also auch im Liegen angewendet werden kann.
Trotz ihrer Unbedenklichkeit sind abschwellende Nasentropfen nicht zum Dauergebrauch geeignet. Nach etwa acht bis zehn Tagen sollten sie abgesetzt werden
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