Magenbeschwerden: Wer kennt sie nicht?
Wer hatte nicht schon mal Magenschmerzen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen? Nicht weiter schlimm, denn meist verschwinden diese Beschwerden nach kurzer Zeit. Doch manchmal ist das Leiden hartnäckig und wird zu einer dauernden Belastung. Häufig beschreibt man das Übel mit dem Magen dann als Gastritis, Reizmagen oder "Managerkrankheit".
Wie entsteht eine Magenerkrankung?
Unser Magen enthält den Magensaft, eine saure Flüssigkeit, die der Verdauung hilft und eine wirksame Schranke gegen unerwünschte Eindringlinge wie Bakterien bildet. Damit sich der Magen nicht selbst verdaut, schützt er sich durch eine undurchdringliche Schleimschicht, die von Zellen der Magenwand gebildet wird. Wenn dieser Schutzschild jedoch versagt, greift der Magensaft die Magenwände an. Eine Entzündung, vom Arzt Gastritis genannt, entsteht und in der Folge können sich weitere chronisch-entzündliche Magenerkrankungen bilden.
Ursache Stress?
Unser Magen verträgt im Allgemeinen eine ganze Menge, doch Ärger, Stress, Alkohol und manche Medikamente setzen ihm zu und zerstören den Schutzschild der Schleimschicht. Lange Zeit galten Magenprobleme als typische Krankheit stressgeplagter Manager. Heute weiß man, dass diese Faktoren das Magenübel zwar verstärken, aber der Verursacher der Erkrankung ist häufig ein Bakterium ñ der Helicobacter pylori.
Das Bakterium Helicobacter pylori
Anfang der achtziger Jahre entdeckten zwei australische Forscher den Winzling, der sich im Magen breit macht. Die Entdeckung war eine medizinische Sensation, galt es doch als sicher, dass im sauren Magensaft keine Bakterien überleben können.
Der Trick des Magenwinzlings
Die Überlebensstategie des Helicobacter ist ausgeklügelt. Er bildet in grossen Mengen ein bestimmtes Enzym, die Urease, die den sauren Magensaft unwirksam macht, so dass sich der Helicobacter im Magen wohlfühlen kann. Mit seinen Geißeln bewegt er sich im zähen Magenschleim und krallt sich dort fest. Zwar schlägt auch das körpereigene Abwehrsystem Alarm und schickt wie bei anderen Infektionen spezielle Eingreiftruppen los, doch mit allerlei Tricks gelingt es dem mikroskopisch kleinen Erreger, sich der Körperabwehr zu entziehen und sich als ungebetener Dauergast in der Magenschleimhaut einzunisten.
Dauergast im Magen
Hat der Helicobacter sich einmal festgesetzt, so wird man ihn ohne Behandlung zeitlebens nicht mehr los. Allein in Deutschland tragen ihn zirka 30% aller Menschen mit sich herum, die über 50jährigen wesentlich häufiger als Kinder und Heranwachsende.
Das Resultat der Infektion ist meist eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut, also die Gastritis. Glücklicherweise hat nicht jeder Beschwerden, denn es spielt auch der allgemeine Gesundheitszustand eine Rolle und ob man zuviel Stress hat, raucht oder sich ungesund ernährt. Doch bei manchen Menschen wird die geplagte Schleimhaut im Verlauf der Zeit immer stärker geschädigt und es können schwerwiegendere Entzündungen entstehen, die Beschwerden machen.
Den Erreger im Visier: Die Helicobacter-Diagnostik
Heute kann der Helicobacter einfacher und zuverlässiger als noch vor wenigen Jahren erkannt werden. Bei Ihrem Arzt und Apotheker gibt es jetzt den bioFAST H.p. Schnelltest, mit dem sogenannte Antikörper gegen Helicobacter nachgewiesen werden können. Diese Antikörper sind Abwehrstoffe, die der Körper nach der Ansteckung gebildet hat. Benötigt wird nur ein einziger Tropfen Blut aus der Fingerkuppe, den man schmerzfrei entnehmen kann. Der Test ist einfach durchzuführen und auszuwerten. In weniger als 10 Minuten liegt das Ergebnis vor.
Test negativ: Und was dann?
Ist der Test negativ, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Antikörper gegen Helicobacter vorhanden. Sie haben daher wahrscheinlich auch keinen Helicobacter im Magen, der die Ursache ihrer Magenbeschwerden sein könnte. Ihr Arzt wird weitere Untersuchungen vornehmen, um den Grund der Beschwerden festzustellen.
Test positiv: Und was dann?
Ist der Test positiv, sind Antikörper gegen Helicobacter vorhanden. Das bedeutet, dass Sie sich einmal mit dem Helicobacter angesteckt haben oder dass Sie noch angesteckt sind. Ihr Arzt wird weitere Untersuchungen durchführen, um den Erstverdacht Helicobacter pylori positivì zu erhärten und um festzustellen, ob das Bakterium tatsächlich Ursache ihrer Beschwerden ist.
Schnelle Hilfe für den kranken Magen
Wenn Ihr Arzt Ihnen eine Behandlung empfiehlt, dann kann man heute den Helicobacter gezielt bekämpfen. Besonders wirksam ist eine Kombination aus zwei Antibiotika und einem sogenannten Säurehemmer, die man Tripeltherapie nennt. Der Säurehemmer bewirkt, dass Ihre Schmerzen innerhalb weniger Tage verschwinden und die Abheilung der Entzündung schnell erfolgt.
Die Medikamente müssen eine Woche lang regelmäßig eingenommen werden. Dann verläuft die Behandlung in bis zu 95% aller Fälle erfolgreich. Bestätigt Ihr Arzt nach 4 Wochen, dass der Helicobacter verschwunden ist, haben Sie es geschafft.
Mit großer Wahrscheinlichkeit hat die Magenplage dann für Sie ein Ende.
Mögliche Ursache - Magenbakterien!
Viele Menschen tragen Bakterien im Magen - sie haben eine Infektion mit Helicobacter pylori. Heute weiß man, dass diese Bakterien die meisten Entzündungen des Magens verursachen. Dauerhafte Magenbeschwerden können die Folge sein. Mit einfachen Tests, z.B. bioFAST H.p. Schnelltest, lassen sich die Magenbakterien heute erkennen. Einmal entdeckt, kann Ihr Arzt die Helicobacter Infektion wirksam behandeln.




























