Das kleine Schönheits-Einmaleins für Fingernägel
Fingernägel haben es nicht einfach: Sie brechen ab, verkratzen, reißen ein, splittern. Mindestens einmal pro Woche sollten Sie ihnen deshalb eine Schönheitskür gönnen.
Hände und Fingernägel gelten als Visitenkarte eines Menschen. Viele Menschen werfen zuerst einen Blick auf die Fingernägel, um daraus dann ihre Schlüsse zu ziehen, wie es jemand grundsätzlich mit der Körperpflege hält. Ungepflegte Nägel machen auch das beste Styling zunichte. Schöne Nägel dagegen machen Eindruck. Die richtige Nagelpflege ist zudem auch Gesundheitsschutz: Ungepflegte oder falsch behandelte Nägel sehen nämlich nicht nur schlecht aus, sie werden auch leichter krank. Mindestens einmal pro Woche sollten Sie sich deshalb Zeit nehmen, Ihre "Visitenkarte" zu pflegen.
1. Den alten Nagellack entfernen
Nagellack ist ein modisches i-Tüpfelchen, das dem Nagel weder nutzt nocht schadet. Das Entfernen des Lacks kann allerdings zum Problem werden, da Nagellackentferner die Nägel auslaugt, wenn er zu oft benutzt wird. Verwenden Sie deshalb bevorzugt acetonfreie, ölhaltige Entferner und gönnen Sie Ihren Nägeln hin und wieder eine Lackpause. Wer Lackentferner benutzt, sollte immer auch Nagelöl verwenden. Ob Sie zum Ablacken kleine Wattebäusch-chen oder spezielle Kosmetikpads nehmen, ist Geschmacksache. Pads schlucken oft etwas mehr vom Entferner.
2. Kürzen und in Form bringen
Schonender ist es, die Nägel zu feilen, statt zu schneiden oder abzuknipsen. Außerdem bringen Sie Ihre Nägel so leichter in die gewünschte Form. Wichtig ist, daß die Nägel trocken und nicht gequollen sind. Also erst die Nägel feilen und dann das Handbad machen oder in die Wanne steigen. Schlechte Feilen machen schlechte Nägel: Verwenden Sie eine hochwertige Feile mit Saphirbelag oder aus Sandpapier, die wirklich glättet und nicht die Nagel-ränder zerreißt. Die grobe Seite nehmen Sie zum Kürzen, die feine zum anschließenden Glätten. Feilen Sie vom Rand zur Mitte hin.
3. Die Finger baden
Baden Sie die Fingerspitzen einige Minuten in einer Schale mit lauwarmen Seifenwasser. Das reinigt die Nägel, weicht die Nagelhaut auf und bereitet sie auf die weitere Pflege vor.
Wer zu Entzündungen an der Nagelhaut neigt, kann einen Spritzer Kamillenextrakt ins Wasser geben. Für sehr trockene und strapazierte Haut ist zudem ein Teelöffel Oliven- oder Weizenkeimöl im Badewasser empfehlenswert.
4. Nagelhaut zurückschieben
Die Nagelhaut dürfen Sie nicht abschneiden. Sie schützt die Zone, in der ein Nagel heranwächst, vor Schmutz und Infektionen. Außerdem können unschöne Verdickungen und Entzündungen entstehen, die das Wachsen des Nagels stören. Kleine abstehende Hautfetzchen können Sie mit der Hautschere vorsichtig abschneiden. Bei manchen Menschen bleibt die Nagelhaut zu stark am Nagel haften und wächst mit. Dann reißt sie leicht ein, was wiederum zu Entzündungen führen kann. Wer damit Probleme hat, sollte die Nagelhaut frühzeitig zurückschieben. Dazu legen Sie ein spezielles Stäbchen aus Holz oder Gummi möglichst flach auf den Nagel auf und schieben die vorher im Fingerbad aufgeweichte Nagelhaut mit sanftem Druck zurück. Für den Fall, daß die Nagelhaut doch einmal zu stark mitgewachsen ist, können Sie mit einem speziellen Nagelhautentferner vorbehandeln. Er enthält alkalische Lösungen, die die Nagelhaut, nicht aber die Nagelplatte aufweichen. Trotzdem: Nach der Behandlung die Flüssigkeit sorgfältig wieder wegwischen.
5. Nägel und Nagelbett fetten
Zum Schluß der eigentlichen Pflege tragen Sie eine fettende Handcreme auf, bei spröden Nägeln und trockener Haut besser noch spezielles Nagelöl oder -fett, und massieren es gründ-lich in Nagel und Nagelbett ein.
6. Nägel lackieren
Bevor sie mit dem Lackieren beginnen, müssen die Nägel trocken und die Fettcreme gut eingezogen sein. Nagellack schadet dem Nagel normalerweise nicht. Bei empfindlichen Menschen können herkömmliche Lacke aber Unverträglichkeitsreaktionen auslösen. Mehr als zehn Prozent aller Kontaktallergien, die durch Kosmetikprodukte ausgelöst werden, gehen auf Nagellack zurück. Die Reaktionen zeigen sich jedoch meist nicht direkt an den Fingern, sondern an sensiblen Hautstellen, wo man sich häufiger kratzt: im Gesicht, an den Augenlidern und am Hals. Im hypoallergenen Lacken aus der Apotheke sind die Stoffe, die am häufigsten an den Reizungen schuld sind, nicht enthalten. Diese Lacke sind deshalb auch für empfindliche Menschen geeignet.
Kleine Nagelkunde
Unsere Nägel sind feste Hornplatten aus mehreren Eiweißschichten. Der sichtbare Teil ist "totes Material", aber im Nagelbett sitzen besonders viele auf Wachstum programmierte Zellen. Von hier aus wächst der Nagel nach. Die Hornplatten, aus den die Nägel bestehen, enthalten nur fünf Prozent Wasser, dagegen besteht die Hornschicht unserer Haut immerhin noch zu 13 Prozent aus Wasser.
Pro Woche wachsen die Fingernägel etwa einen Millimeter. Etwa fünf Monate dauert es, bis sie vom Nagelbett bis zur Fingerspitze gewachsen sind.
Bei Kindern und Männern wachsen die Nägel schneller als bei Frauen, am Tag schneller als nachts und im Sommer schneller als im Winter.
























