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Zur Behandlung werden je nach Fall eingesetzt

In welchen Fällen wird sie durchgeführt? Bei...

Die Radiojodbehandlung wird meist dann vorgenommen, wenn eine Operation nicht so günstig erscheint. Dies kann beispielsweise bei älteren Patienten oder Schwerwiegenden Begleiterkrankungen zutreffen. Auch Zweit- oder Drittoperationen bergen aufgrund des bereits vorhandenen Narbengewebes ein erhöhtes Operationsrisiko, das durch eine Radiojodbehandlung vermieden kann.

Die Behandlung mit Radiojod wird nicht angewendet:

Wie wird das Radiojod aufgenommen?

Meist erhält der Patient das Radiojod am Tag der Aufnahme in eine nuklearmedizinische Therapie-Einheit in Form einer Kapsel. Das Radiojod wird insbesondere von überaktiven Schilddrüsenzellen angereichert. Es ist weder zu schmecken noch zu fühlen. Gelgentlich kann ein Anschwellen der kranken Schilddrüse auftreten.

Die Wirkung der Behandlung beruht auf der beim Zerfall des Radiojods ausgesandten Strahlung. Die Reichweite der sogenannten Beta-Strahlen beträgt lediglich etwa zwei Millimeter und ist damit auf die Schilddrüsenzellen beschränkt, so dass eine Schädigung der Nachbarorgane nicht erfolgt.

Wieso wird man isoliert (Quarantäne)?

Während der Behandlung bleiben die Patienten aus Strahlenschutzgründen zusammen auf der nuklearmedizinischen Station. Das von der Schilddrüse nicht aufgenommene Radiojod wird mit dem Harn ausgeschieden und über besondere Toilettenanlagen gesammelt, so daß die radioaktive Substanz nicht in die öffentlichen Abwässer gelangt. Während der Quarantäne können sich die Patienten innerhalb der Statoin frei bewegen und sich gemeinsam beschäftigen. Ein Besuch durch Angehörige und Freunde ist nicht möglich. Der Patient hat aber in de Regel durch ein Telefon in seinem Zimmer die Möglichkeit, Kontakt mit diesen aufzunehmen.

Wie lange muß der Patient im Krankenhaus bleiben?

Die Radiobehandlung errfolgt in Deutschland während eines fünf- bis vierzehntägigen Aufenthaltes in speziellen nuklearmedizinischen Abteilungen größerer Kliniken. Die tatsächliche Aufenthaltsdauer ist abhängig von der Menge des Radiojods, das zur persönlichen Behandlung erforderlich ist. Im europäischen Ausland müssen die Patienten nach Gabe kleiner Radiojodmengen nicht im Krankenhaus bleiben.

Wie geht es zu Hause weiter?

Der Patient kann sich zu Hause wie gewohnt beschäftigen. In den ersten Wochen nach der Entlassung sollte jedoch enger Kontakt mit strahlenempfindlichen Personen wie Schwangeren und Kleinkindern vermieden werden. Wie auch nach einer Operation ist jetzt meist die Gabe von Jodidtabletten und/ oder Schilddrüsenhormon - Tabletten notwendig, um ein erneutes Schilddrüsenwachstum zu verhindern oder die durch die Radiojodbehandlung eingeschränkte Leistung der Restschilddrüse zu unterstützen.

Gibt es Risiken? Wenn ja, welche?

Die Bedenken de Patienten gegenüber der Radiojodbehandlung werden in erster linie durch die generelle Angstvor Radioaktivität verursacht. Diese sind jedoch unbegründet. Bisher sind - bei über 50jähriger millionenfacher Anwendung dieser Behandlung - keine negative Auswirkungen beobachtet worden.

Wiederauftreten der Krankheit verhindern?

Die Rezidivprophylaxe des Jodmangelkropfs umfasst alle Maßnahmen, die nach einer erfolgreichen Behandlung ein erneutes Auftreten verhindern und den weiterhin bestehenden Jodmangel auf Dauer ausgleichen. Diese für alle erfolgreich behandelten Schilddrüsen - Patienten wichtige Maßnahmen werden vom Arzt - entsprechen der ursprünglichen Schilddrüsenkrankheit und ihrer Behandlung - festgelegt.

Eine erneute Kropfbildung wird dabei durch eine lebenslange Einnahme von Jodid - Tabletten verhindert. Nach Entfernung größerer Schilddrüsenanteile oder nach einer höheren Radiojodgabe ist häufig zur Aufrechterhaltung einer stabilen Stoffwechsellage zeitlebens die zusätzliche einnahme von Schilddrüsenhormon - Tabletten notwendig.

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